Die erste Frage vor jeder Entrümpelung lautet fast immer: Was wird das kosten? Eine ehrliche Antwort gibt es erst nach einem Blick in die Räume. Denn keine Wohnung, kein Keller und kein Dachboden gleicht dem anderen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Faktoren den Preis bestimmen. Sie lesen, warum ein Angebot erst nach der Besichtigung verbindlich ist. Und Sie bekommen Tipps, wie Sie den Aufwand selbst beeinflussen können.
Warum es keinen Pauschalpreis gibt
Eine Entrümpelung ist keine Ware aus dem Regal. Der Aufwand hängt davon ab, was in den Räumen steht. Dazu kommt, wie es dort hinein und wieder hinaus gelangt. Zwei Wohnungen mit gleicher Fläche können deshalb völlig unterschiedlich kalkuliert werden.
Ein Zimmer mit drei Schränken und einem Bett ist schnell geräumt. Dasselbe Zimmer voller Kisten, Zeitschriften und Kleinkram braucht ein Vielfaches an Zeit. Genau deshalb nennt ein Fachbetrieb am Telefon höchstens eine grobe Richtung. Die verbindliche Zahl folgt nach der Besichtigung.
Das ist kein Nachteil für Sie, im Gegenteil. Ein Preis, der ohne Blick in die Räume genannt wird, muss Reserven für alle Unwägbarkeiten enthalten. Ein Preis nach Besichtigung bildet dagegen genau Ihren Fall ab.
Diese Faktoren bestimmen den Preis
Bei der Kalkulation zählen vor allem sechs Punkte. Sie bestimmen, wie viele Personen, wie viele Fahrten und wie viel Entsorgungsvolumen nötig sind.
- Menge: Entscheidend ist das Volumen, nicht die Quadratmeterzahl. Ein Haushalt mit vollen Schränken und Kellerregalen ergibt deutlich mehr Ladung als eine sparsam eingerichtete Wohnung.
- Etage: Ohne Aufzug muss jedes Teil über die Treppe getragen werden. Je höher das Stockwerk, desto mehr Zeit und Kraft braucht der Abtransport.
- Zugang: Kann der Transporter direkt vor der Tür stehen? Oder sind lange Wege, enge Flure und schmale Treppenhäuser zu überwinden? Beides wirkt sich auf die Dauer aus.
- Entsorgungsarten: Sperrmüll, Holz, Pappe, Elektroschrott, Bauschutt und Sondermüll werden getrennt abgegeben. Jede Fraktion hat eigene Annahmebedingungen und eigene Gebühren.
- Demontage: Einbauküchen, Schrankwände, Teppichböden und Lampen müssen erst abgebaut werden. Diese Arbeit kommt zum reinen Abtransport hinzu.
- Zustand: Feuchte Keller, Schimmel oder stark verschmutzte Räume verlangen Schutzausrüstung und mehr Sorgfalt. Das verlängert die Arbeit.
Oft treffen mehrere dieser Punkte zusammen. Ein voller Dachboden im vierten Stock ohne Aufzug ist das klassische Beispiel. Hier addieren sich Menge, Etage und Zugang.
Was hinter den Entsorgungskosten steckt
Ein großer Teil des Aufwands entsteht nach dem Abtransport. Alles, was aus den Räumen kommt, muss sortiert und bei den richtigen Annahmestellen abgegeben werden. Dafür fallen Gebühren an, die sich nach Art und Gewicht richten.
Holz und Pappe lassen sich meist unkompliziert abgeben. Elektroschrott geht an gesonderte Sammelstellen. Bauschutt wird nach Gewicht abgerechnet und darf nicht mit Hausmüll vermischt werden. Sondermüll wie alte Farben, Lacke oder Chemikalien braucht eine eigene Annahme mit besonderen Auflagen.
Je sauberer sich der Inhalt trennen lässt, desto einfacher wird die Entsorgung. Ein Keller voller gemischter Kartons mit Farbresten, Kabeln und Bauschutt ist aufwendiger als ein Raum mit reinen Möbeln. Deshalb lohnt es sich, bei der Besichtigung auf solche Ecken hinzuweisen.
Drei Irrtümer rund um den Preis
Bei Gesprächen vor Ort tauchen immer wieder dieselben Annahmen auf. Drei davon führen regelmäßig zu falschen Erwartungen.
- Quadratmeter sind der Maßstab: Nein, der Inhalt ist es. Eine große, fast leere Wohnung ist schneller geräumt als ein kleiner, bis unter die Decke gefüllter Keller.
- Gut erhaltene Möbel senken automatisch den Preis: Was abtransportiert werden muss, zählt zur Menge, egal in welchem Zustand. Was Sie vorher verschenken oder verkaufen, fällt dagegen ganz heraus. Deshalb lohnt es sich, das früh zu klären.
- Ein zweiter Raum kostet einfach das Doppelte: Auch das stimmt selten. Anfahrt, Aufbau und Fahrt zur Annahmestelle fallen einmal an. Ein zusätzlicher Raum beim selben Termin bedeutet deshalb meist weniger Aufwand als ein eigener Auftrag später.
So kommt ein verbindliches Angebot zustande
Ein Angebot auf Zuruf ist bestenfalls eine Schätzung. Deshalb arbeitet Fix + weg mit einem festen Ablauf, der für Sie ohne Kosten beginnt.
- Anfrage: Sie rufen an oder schreiben eine Mail. Kurz beschreiben, worum es geht: Wohnung, Keller, Haus oder Gewerbe, und wo sich das Objekt befindet.
- Kostenlose Besichtigung: Ein Termin vor Ort. Dabei werden Menge, Zugang und Besonderheiten direkt aufgenommen. Alternativ schicken Sie Fotos und eine kurze Beschreibung per Mail.
- Kostenloses Angebot: Auf Basis der Besichtigung bekommen Sie das Angebot schriftlich. Es listet Räume, Demontage und Entsorgung einzeln auf.
Erst nach diesem Schritt ist der Preis verbindlich. Sie können das Angebot in Ruhe prüfen und entscheiden. Eine Verpflichtung entsteht durch die Besichtigung nicht.
Lesen Sie das Angebot auf drei Punkte: Stehen alle Räume drin? Ist die Demontage aufgeführt? Ist die besenreine Übergabe enthalten? Wenn etwas fehlt, fragen Sie nach, bevor Sie zusagen.
So beeinflussen Sie den Aufwand selbst
Einige Dinge können Sie vorab erledigen. Das senkt die Menge und spart Arbeitszeit.
- Sortieren Sie Wertgegenstände, Dokumente und Erinnerungsstücke vorher aus. Dann muss beim Räumen nichts mehr geprüft werden.
- Verschenken oder verkaufen Sie gut erhaltene Möbel, wenn Zeit dafür ist. Jedes Teil weniger ist eine Fahrt weniger.
- Sorgen Sie für freie Wege: ein Parkplatz vor dem Haus, ein aufgeschlossener Keller, ein freier Flur.
- Nennen Sie bei der Besichtigung alles, auch den Schuppen oder das Kellerabteil. Nachträge sind aufwendiger als eine komplette Planung.
Ein Hinweis zum Zeitpunkt: Wer eine Übergabefrist hat, sollte früh anfragen. Dann bleibt Zeit, in Ruhe auszusortieren, und der Termin lässt sich passend legen.
Bei einer kompletten Haushaltsauflösung in Hannover lohnt sich eine Besichtigung besonders. Hier sind meist mehrere Räume, Keller und Dachboden betroffen. Auch eine einzelne Kellerentrümpelung in Hannover wird nach demselben Prinzip kalkuliert: anschauen, einschätzen, Angebot.
Häufige Fragen
Kann ich am Telefon einen Preis bekommen?
Am Telefon ist nur eine grobe Einordnung möglich. Für ein verbindliches Angebot muss jemand die Räume sehen oder aussagekräftige Fotos erhalten. Die Besichtigung ist kostenlos.
Muss ich für die Besichtigung etwas bezahlen?
Nein. Die Besichtigung vor Ort und das anschließende Angebot sind kostenlos. Sie entscheiden danach in Ruhe, ob Sie den Auftrag erteilen.
Wird es teurer, wenn beim Räumen mehr auftaucht als gedacht?
Das Angebot beruht auf dem, was bei der Besichtigung zu sehen war. Zeigen Sie deshalb alle Räume, auch Kellerabteile und Schuppen. Kommt später wirklich Neues hinzu, wird das vorher besprochen.
Was passiert mit Möbeln, die noch gut sind?
Sagen Sie vorher, welche Stücke Sie behalten oder verschenken möchten. Diese Teile werden dann nicht abtransportiert. Alles andere wird nach Abfallarten getrennt entsorgt.




