Ein Elternteil ist gestorben. Oder die Mutter zieht ins Pflegeheim, und die Wohnung muss leer werden. In beiden Fällen stehen Angehörige vor einem Berg aus Erinnerungen, Papieren und Entscheidungen. Und meist läuft die Zeit, weil eine Kündigungsfrist im Raum steht.
Diese Checkliste bringt Ordnung in die Aufgaben. Sie arbeitet in einer sinnvollen Reihenfolge: erst sichern, dann klären, dann räumen. So geht nichts Wichtiges verloren, und Sie behalten den Überblick.
Erst durchatmen, dann anfangen
Der Impuls ist verständlich: Möglichst schnell alles erledigen, damit es vorbei ist. Doch wer unter Druck räumt, wirft Dinge weg, die später fehlen. Nehmen Sie sich deshalb einen ersten Termin nur zum Anschauen. Kein Karton wird gepackt, nichts wird entschieden.
Gehen Sie durch alle Räume, auch Keller, Dachboden und Garage. Notieren Sie, was Sie sehen: Möbel, Papiere, Wertsachen, Erinnerungsstücke. Diese Liste ist die Grundlage für alles Weitere. Und sie hilft, wenn Geschwister oder andere Angehörige mitentscheiden sollen.
Legen Sie außerdem fest, wer entscheidet. Bei mehreren Geschwistern hilft eine Person, die den Überblick behält und Rücksprache hält. Sonst zieht sich jede Entscheidung über Wochen.
Dokumente sichern, bevor etwas weggeworfen wird
Papiere sind das Erste, was Sie aus der Wohnung holen sollten. Sie verbergen sich oft in Schubladen, Ordnern, Taschen und Jackentaschen. Suchen Sie gezielt nach:
- Ausweis, Pass, Geburts- und Heiratsurkunden, Stammbuch
- Testament, Vollmachten, Patientenverfügung
- Versicherungspolicen: Leben, Hausrat, Haftpflicht, Sterbegeld
- Bankunterlagen, Sparbücher, Depotauszüge, Kreditverträge
- Rentenbescheide, Steuerunterlagen der letzten Jahre
- Mietvertrag, Kaufvertrag, Grundbuchauszug, Energieverträge
- Mitgliedschaften, Abonnements, Verträge für Telefon und Internet
Legen Sie alles in einen Ordner oder eine Kiste, die mit nach Hause kommt. Auch unscheinbare Zettel können wichtig sein, etwa handschriftliche Notizen zu Konten oder Passwörtern. Werfen Sie Papier erst weg, wenn Sie es gelesen haben.
Verträge kündigen und Stellen informieren
Laufende Verträge kosten jeden Monat Geld, bis sie gekündigt sind. Nach einem Todesfall brauchen Sie dafür meist die Sterbeurkunde und manchmal einen Nachweis, dass Sie berechtigt sind. Beim Umzug ins Pflegeheim reicht oft eine Vollmacht. Diese Stellen gehören auf die Liste:
- Vermieter oder Hausverwaltung: Kündigung des Mietvertrags, Übergabetermin klären
- Strom, Gas, Wasser, Fernwärme: abmelden, Zählerstände notieren und fotografieren
- Telefon, Internet, Mobilfunk, Rundfunkbeitrag
- Versicherungen: je nach Vertrag kündigen oder ummelden
- Bank und Sparkasse: Konten, Daueraufträge, Lastschriften
- Zeitungsabos, Vereine, Pflegedienst, Essenslieferung
- Post: Nachsendeauftrag an Ihre Adresse
Die Fristen stehen im jeweiligen Vertrag. Bei Mietverträgen gibt es nach einem Todesfall oft Sonderregeln. Fragen Sie beim Vermieter nach, bevor Sie Termine planen. Führen Sie eine Liste mit Datum: wann gekündigt, wann bestätigt. Das spart später Nachfragen.
Besonderheit: Umzug ins Pflegeheim
Zieht ein Elternteil ins Heim, ist die Lage anders als nach einem Todesfall. Die Person lebt, hat Wünsche und soll mitentscheiden. Gleichzeitig ist im neuen Zimmer nur wenig Platz. Das macht die Auswahl schwer.
- Fragen Sie, was unbedingt mit soll: der Lieblingssessel, das Bild aus dem Flur, die eigene Bettdecke.
- Kleidung mit Namen kennzeichnen und nur das mitnehmen, was wirklich getragen wird.
- Fotos, Radio, Fernseher und vertraute Kleinigkeiten geben im neuen Umfeld Halt.
- Wichtige Papiere bleiben bei der Person oder bei der bevollmächtigten Person.
Erst wenn das Zimmer im Heim eingerichtet ist, sollte die Wohnung geräumt werden. So kann noch nachgeholt werden, was vergessen wurde. Und die betroffene Person weiß, dass ihr Zuhause nicht hinter ihrem Rücken verschwindet.
Erinnerungsstücke und Wertgegenstände
Das ist der schwerste Teil. Fotos, Briefe, das Geschirr vom Hochzeitstag, die Uhr vom Großvater. Nicht alles kann mit, aber nichts davon sollte versehentlich im Container landen.
Arbeiten Sie mit drei Kisten: behalten, weitergeben, unklar. Die Kiste mit dem Unklaren bleibt stehen, bis alle Angehörigen sie gesehen haben. So entstehen keine Streitigkeiten darüber, wer was bekommt.
Bei Wertgegenständen wie Schmuck, Münzen, Kunst oder Antiquitäten lohnt eine kurze Einschätzung durch Fachleute. Lassen Sie solche Dinge vor der Räumung aus der Wohnung bringen. Das Team von Fix + weg räumt, was Sie freigeben. Was vorher aussortiert ist, wird nicht angefasst.
Fotos und Briefe müssen nicht sofort sortiert werden. Packen Sie sie in eine Kiste und nehmen Sie sie mit. Das Durchsehen kann später in Ruhe geschehen, wenn der Druck weg ist.
Die Wohnungsübergabe vorbereiten
Mit dem Vermieter vereinbaren Sie einen Übergabetermin. Bis dahin muss die Wohnung in dem Zustand sein, den der Mietvertrag verlangt. Meist heißt das: leer und besenrein. Manchmal sind auch Schönheitsreparaturen oder das Entfernen von Dübeln vereinbart.
- Übergabeprotokoll vom Einzug suchen, dort steht der Ausgangszustand
- Alle Schlüssel sammeln: Wohnung, Keller, Briefkasten, Garage
- Zählerstände beim Auszug notieren und fotografieren
- Einbauten klären: Bleibt die Küche, oder muss sie raus?
- Beim Termin ein eigenes Protokoll anfertigen und unterschreiben lassen
Wenn die Zeit knapp wird, sprechen Sie mit dem Vermieter. Manchmal lässt sich der Termin verschieben, wenn Sie früh fragen. Besser ein verschobener Termin als eine überstürzte Räumung.
Die Räumung: selbst machen oder beauftragen?
Wenn Dokumente und Erinnerungsstücke gesichert sind, bleibt der große Rest: Möbel, Hausrat, Kleidung, Kellerregale. Das selbst zu erledigen, braucht Zeit, Helfer, ein Fahrzeug und viele Fahrten zu verschiedenen Annahmestellen.
Bei einer Haushaltsauflösung in Hannover übernimmt Fix + weg diesen Teil komplett. Nach einer kostenlosen Besichtigung bekommen Sie ein Angebot. Am Termin werden Möbel abgebaut, Bodenbeläge entfernt und alles nach Abfallarten getrennt entsorgt. Die Räume werden besenrein übergeben. Für eine einzelne Mietwohnung gilt dasselbe bei der Wohnungsauflösung in Hannover.
So bleibt Ihnen Zeit für das, was nur Sie erledigen können: Behörden, Familie, Abschied.
Häufige Fragen
Was mache ich, wenn ich die Wohnung nicht selbst besichtigen kann?
Dann reichen Fotos. Fotografieren Sie jeden Raum, auch Keller und Abstellkammer, und schicken Sie die Bilder mit ein paar Sätzen per Mail. Fix + weg erstellt daraus das Angebot, die Schlüsselübergabe lässt sich mit der Hausverwaltung abstimmen.
Können gut erhaltene Möbel weitergegeben werden?
Ja, aber organisieren Sie das vor dem Räumungstermin. Markieren Sie die Stücke oder stellen Sie sie gesondert. Was markiert ist, bleibt stehen, der Rest wird entsorgt.
Wie lange dauert eine Haushaltsauflösung?
Das hängt von Größe und Füllstand ab. Nach der Besichtigung erfahren Sie, wie viel Zeit eingeplant wird. Bei Fristen zur Übergabe wird der Termin danach ausgerichtet.
Kann die Räumung stattfinden, wenn die Erbfrage noch offen ist?
Klären Sie das vorab mit allen Beteiligten. Die Räumung sollte erst beginnen, wenn alle Angehörigen zugestimmt haben und die Erinnerungsstücke verteilt sind.




